Forschungsprojekt: Isegrim
Forschungsprojekt zur Reparatur von Erosionsschäden im Fusionsreaktor mittels drahtbasiertem Laserauftragschweißen.
ALOtec Dresden arbeitet in einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt daran, Schäden an Reaktorwand-Bauteilen zuverlässig zu erkennen und das Material in einem kleinen Prozessfenster und einer sehr geringen Kontamination der Umgebung zu regenerieren. Hintergrund ist ein zentrales Thema der zukünftigen Fusionsenergie: Die Innenwände eines Reaktors werden extrem belastet. Sie erodieren – und der Austausch dieser Bauteile ist teuer, technisch aufwendig und verursacht lange Stillstandszeiten.


Unsere Aufgabe im Projekt: ein wirtschaftliches Reparaturkonzept mittels einer mobilen Roboteranlageanlage und drahtbasierten Laserauftragschweißen entwickeln, das Erosionsschäden direkt vor Ort regeneriert, statt ganze Komponenten zu ersetzen.
Warum Laserauftragschweißen?
Für den Einsatz im Reaktor eignet sich das drahtbasierte Laserauftragschweißen (LMD-w). Dieses additive Verfahren trägt neues Material präzise und sauber auf – ohne die Umgebung zu kontaminieren. Dadurch entsteht ein robustes Werkzeug zur Regeneration stark belasteter Wandbereiche, insbesondere bei anspruchsvollen Materialien wie Wolfram.
Woran wir arbeiten:
Wir entwickeln und testen mobile Roboteranlagen, die Reparaturen mittels drahtbasierten Laserauftragschweißen zukünftig direkt im Reaktorraum durchführen können – fernbedient, sicher und hochpräzise. Dazu gehört:
- die Erprobung weiterer mobiler Anlagenkonzepte
- der Ausbau unserer Expertise im drahtbasierten Laserauftragschweißen
- die Integration aller benötigten Systeme in ein durchgängiges Anlagenkonzept
Ziel ist eine Lösung, die es ermöglicht, beschädigte PFCs (Plasma Facing Components) automatisiert und wirtschaftlich zu regenerieren – unter realen Randbedingungen eines Fusionskraftwerks.
Projektpartner
ALOtec Dresden GmbH
Entwicklung eines Anlagenkonzepts zur Regeneration von Erosionsschäden in einem Fusionskraftwerk

Verein Deutscher Ingenieure
Projektträger

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie
Fertigungsforschung Wolfram-Auftragschweißen

Precitec GmbH & Co. KG
Entwicklung einer Systemtechnologie aus Bearbeitungskopf und Sensortechnik zur kontrollierten Reparatur

BCT Steuerungs- und DV-Systeme GmbH
Sensor-basierte Prozessführung und digitale Prozessintegration

LaVa-X GmbH
Entwicklung und Erprobung eines mobilen Vakuumsystems für Reparaturschweißungen mittels LMD-w

Forschungszentrum Jülich GmbH
Entwicklung des Wolfram basierten LMD-w Prozesses und Validierung durch High Heat Flux Experimente
Förderung des Projektes
Das Projekt „Identifizieren von Schäden verursacht durch Erosion im Generator und Regeneration des Materials mittels LMD-w (Isegrim)“ wird über das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Förderkennzeichen: 13F1006B

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